Das Elementare für mich ist, die Musik auf der Bühne jedes Mal neu zu erschaffen – mich von meinen Partnern inspirieren zu lassen, eigene Impulse einzubringen und so Momente zu schaffen, in denen die Musik wirklich intensiv und unmittelbar erlebbar wird.“
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Der namibische Bratschist Eike Coetzee führt ein künstlerisches Leben, das vom ständigen Wechselspiel zwischen Kammermusik, Orchesterspiel und Solotätigkeit geprägt ist.
Seit 2024 studiert er bei Tabea Zimmermann an der HfMDK Frankfurt, wo er seinen Bachelor mit Bestnote abschloss und 2026 das Masterstudium fortsetzen wird. Die Grundlagen seines Spielens legte der verstorbene Geigenprofessor Jack de Wet in Kapstadt. Er legte großen Wert auf Intonation, vor allem aber vermittelte er Eike Coetzee das selbstständige Entdecken und Erarbeiten von Interpretation und Technik.
Mit sechzehn Jahren zog er allein nach Deutschland, absolvierte 2022 sein Abitur am Musikgymnasium Schloss Belvedere Weimar bei Prof. Erich Krüger und Prof. Ditte Leser und studierte anschließend bis 2024 bei denselben Lehrern an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.
Das Besondere ist, sich zwischen den Welten zu bewegen. Die vielschichtigen Rollen des Bratschers symbolisieren für mich das ständige Wechselspiel von Solo, Kammer und Orchester: manchmal solistisch hervortreten, dann Raum geben, Harmonien vervollständigen, mit Bass oder Diskant spielen – oder als Motor und Mittelstimme die Brücke dazwischen bilden. Die feinen Veränderungen im Klang fordern ständige Anpassung – wie das Fahren auf unterschiedlichem Untergrund: trockener Asphalt, kurvige Schotterpiste oder nasse Salzstraße.“
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Seit 2024 ist er Kammermusikstipendiat der Villa Musica Rheinland-Pfalz und konzertiert in diesem Rahmen mit Musikern wie Martin Helmchen, Marie-Elisabeth Hecker, Marc Bouchkov, Frank Dupree, Jens Peter Maintz und Pavel Gililov. Regelmäßig zu Gast bei der Kronberg Academy, spielte er dort unter anderem mit Gidon Kremer, Gary Hoffmann und Miklós Perényi beim Festival „Chamber Music Connects the World“. Weitere Kooperationen verbinden ihn mit dem Henschel- und dem Klenke-Streichquartett sowie mit Alexey Stadler.
Als Solist trat er mit dem Symphonieorchester Szolnok, dem Cape Town Philharmonic Orchestra und dem Namibian National Symphony Orchestra auf und interpretierte unter anderem Waltons Violakonzert, Hindemiths Schwanendreher und Trauermusik sowie Mozarts Sinfonia Concertante. Regelmäßig spielt er bei den Münchner Philharmonikern und wirkte als Solobratscher beim Gründungskonzert des Orchestre Visionnaire im Concertgebouw Amsterdam. Darüber hinaus arbeitete er unter anderem mit dem Thüringer Bach Collegium und der Ensemble Modern Akademie.
Eike Coetzee ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, unter anderem des Grand Prix beim Szymon Goldberg International Competition 2023. 2025 wurde ihm das Elsie-Kühn-Leitz-Stipendium verliehen. Neben der Bühne engagiert er sich als Mitglied und Ansprechperson der Non-Profit-Organisation Youth Orchestras of Namibia, die seit zehn Jahren das Leben von Kindern und Jugendlichen transformiert.
